Produkt: Sound & Recording 06/2020
Sound & Recording 06/2020
IM TEST: Pro Tool Carbon - Audio-Interface +++ PL Control One & Marc One – Monitor-Controller +++ Yello: Point – Interview mit Boris Blank +++ PRAXIS: Sounddesign – Pluck-Sound kreieren +++
To DSP or not to DSP?

Avid Pro Tools Carbon – Audio-Interface im Test

(Bild: Avid)

Die Erfolgsgeschichte von Pro Tools, in den 90er-Jahren noch vom Hersteller Digi-Design vorangetrieben, begann primär durch die Entwicklung von DSPs, welche die damals noch schwachen, rechnergestützten DAW-Systeme entlasten sollten.

Im Jahr 2020 ist das Aufnehmen und Mischen einer Unmenge von Audiospuren selbst auf Laptops kein Problem mehr. Doch ein Problem ist teilweise immer noch relevant: Latenz. Mit Carbon will Avid diesem Spaßverderber nun den Kampf ansagen.

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Hardware

Carbon geht im klassischen 19-Zoll-Rackformat mit 1 HE an den Start. Das Gewicht von über 5 kg ist nicht zuletzt dem robust verschraubten Aluminiumgehäuse geschuldet. Acht XLR-Buchsen des Herstellers Amphenol, welche als Mic/Line-Eingänge dienen, zieren die Rückseite. Die Buchsen 5–8 sind mit dem Zusatz »Variable Z« versehen –dazu später mehr. Je ein DB25-Port für acht Line-Outputs und acht Line-Inputs, inklusive »true preamp bypass« sind mittig eingebaut. Für den Anschluss der Hauptabhöre sind zwei symmetrische Klinkenbuchsen vorgesehen. Des Weiteren verfügt das Gerät über je zwei Ein- und Ausgänge für ADAT-Übertragungen. Auch ein BNC- und Ethernet-Duo ist an Bord. Die Stromversorgung des internen Netzteils erfolgt über das mitgelieferte IEC-Kabel.

Auf der Rückseite wird nahezu jeder Quadrat - zentimeter für Anschlüsse genutzt.
Insgesamt befinden sich acht HDX-DSPs (2,8 GHz) auf der Platine. Auch das Lüftungssystem ist hier gut zu sehen.
Das Audio-MIDI-Setup zeigt gleich zwei Carbon-Instanzen an.
Eine neue Schaltfläche gibt an, wie der entsprechende Kanalzug mit dem DSPMode umgehen soll.
Im Hardware-Setup: Der Stereo-Ausgang »Main« ist fix mit dem Klinkenpärchen verbunden. Aktiviert man noch die Monitore »Alt 1« und »Alt 2«, werden die Line-Ausgänge »1-2« und »3-4« des DB25- Ports verwendet. Damit können bis zu drei Speaker-Sets mit den Schaltflächen »A/B/C« an der Hardware gewechselt werden. Den vier Kopfhörerausgängen kann man je einen eigenen Bus oder den Mix »Mon L-R« zuweisen.

Das Design der Front ähnelt ziemlich dem Interface »MTRX Studio«. Auf der linken Seite sind zwei Klinkenbuchsen als Instrumenteneingänge eingelassen. Die kleine Bohrung in direkter Nähe dient nicht dem Rücksetzen zur Werkseinstellung, sondern entpuppt sich als internes Talkback-Mikrofon. Die rechte Seite hingegen verfügt nun sogar über vier Kopfhörer-Ausgänge. Insgesamt hat Avid neben dem Power-Schalter 15 verschiedene Taster für die Eingangs-, Ausgangs- und Monitoring-Sektion eingebaut. Die runden Buttons sind zum großen Teil mit farbigen LEDs hinterlegt, um den jeweiligen Betriebszustand besser zu verdeutlichen.

Hinsichtlich Metering ist auf der Front einiges geboten. Für die acht Eingänge sowie die Stereo-Summe sind großzügig angelegte Bargraphen mit je neun LED-Segmenten integriert. Für die Pegelkontrolle am aktuell selektierten Eingang oder Ausgang sind zwei horizontale LED-Streifen mit 13 Segmenten vorgesehen. Diese spiegeln jeweils die Einstellung des darunter aufgesteckten Push-Encoders wider.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording Ausgabe 06/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Hersteller: Avid
Straßenpreis: ca. 4.100,– Euro

Internet: avid.com

Unsere Meinung:
+++ hochwertige Verarbeitung
+++ cleveres Hybrid-Konzept
+++ flexibles I/O
– – gegenwärtig nur Catalina-Support
– momentan keine Windows-Unterstützung

(Bild: Avid)
Produkt: Sound & Recording 06/2020
Sound & Recording 06/2020
IM TEST: Pro Tool Carbon - Audio-Interface +++ PL Control One & Marc One – Monitor-Controller +++ Yello: Point – Interview mit Boris Blank +++ PRAXIS: Sounddesign – Pluck-Sound kreieren +++

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