Produkt: Sound & Recording 06/2020 Digital
Sound & Recording 06/2020 Digital
IM TEST: Pro Tool Carbon - Audio-Interface +++ PL Control One & Marc One – Monitor-Controller +++ Yello: Point – Interview mit Boris Blank +++ PRAXIS: Sounddesign – Pluck-Sound kreieren +++
Her mit den Franzosen

Arturia Minifuse 2 – Audio-Interface im Test

Es ist noch gar nicht so lange her, dass der französische Hersteller praktisch nur für Softsynths bekannt war. Nach und nach wurde das Portfolio in alle Richtungen sehr erfolgreich erweitert: MIDI-Keyboards, Hardware-Synthesizer, Effekt-Plug-ins und auch Audio-Interfaces. Die bislang im mittleren Preissegment beheimatete AudioFuse-Serie wird nun um preisgünstige Einsteigermodelle erweitert. Wir haben uns das MiniFuse2 angesehen, das sich anschickt, die Messlatte in seinem Marktsegment ein gutes Stück höher zu legen.

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Drei Modelle hat die MiniFuse-Serie: MiniFuse 1 mit nur einem Mic/Line/Instrument-Eingang, MiniFuse 2 mit deren zwei. Das MiniFuse 4 mit zwei Mic/Line-Inputs plus zwei weiteren Line-Eingängen sowie vier Line-Outputs soll 2022 folgen.

Schauen wir uns das »Größte der Kleinen« an, das bereits lieferbar ist, das MiniFuse 2. Neben dem Preis von nur 149 Euro sind auch die sehr guten technischen Daten verlockend – die wir natürlich überprüfen werden. Weiter gesteigert wird die Attraktivität durch hochwertige Bundle-Software.

Links zwei Eingänge mit Gain-Reglern, Schaltern für den Instrument-Modus und Phantomspeisung. Rechts die Abhörsektion mit Pegelsteller für die rückseitig angeschlossenen Boxen, Mix-Regler, Direct-Mono-Button und einem regelbaren Kopfhörerausgang.
Übersichtliches Anschlussfeld: zwei Analogausgänge, MIDI-Buchsen und ein USB-C-Port mit zusätzlichem USB-A-Hub für USB-Keyboards, Kopierschutzstecker o. Ä.

Ausgepackt

Das Arturia MiniFuse 2 kommt in einer erstaunlich kleinen Kartonverpackung. Das Interface selbst fällt durch sein eigentümliches Format auf. Höhe und Breite sind mit 198 x 40 mm im üblichen Bereich; ungewöhnlich ist die geringe Tiefe von nur 87 mm (ohne Potis). Unser Testgerät ist vollständig schwarz; die modebewussten Franzosen bieten alternativ auch eine schneeweiße Version an.

Die beiden Eingänge in Form von Combobuchsen befinden sich leicht zugänglich auf der Gerätefront. Mit XLR-Stecker belegt, landet man im Mikrofoneingang, mit einem Klinkenstecker im Line-Input (symmetrisch). Durch Drücken des darunter liegenden Buttons mit Gitarren- Icon wandelt sich der Line-Input (Impedanz 16 kOhm) zum Instrument-Input mit hoher Eingangsimpedanz (1,1 MegaOhm). In allen drei Modi haben die Gain-Potis einen Regelbereich von 56 dB. Zum Betrieb von Kondensatormikrofonen lässt sich 48-Volt-Phantomspeisung für beide Eingangskanäle gemeinsam zuschalten. Eine simple Aussteuerungsanzeige ist in den Reglerknöpfen untergebracht: Eine Multi-Color-LED leuchtet bei anliegenden Signalen türkis und wechselt auf Rot, sobald sich der Eingangspegel der Aussteuerungsgrenze nähert.

Der Ausgangspegel wird ein bisschen detaillierter angezeigt. Zwei LED-Ketten mit je sechs Elementen visualisieren den Pegel und warnen mit Orange bzw. Rot vor Übersteuerungen der Wandler. Über den großen Monitor-Knopf lässt sich der Ausgangspegel der rückseitigen Analog-Outputs einstellen, sodass man (aktive) Monitorlausprecher direkt anschließen kann, ohne auf einen Monitor-Controller zurückgreifen zu müssen. Ein Mix-Regler, der zwischen den Input-Signalen und dem DAW-Signal stufenlos überblendet, gestattet es, im Handumdrehen einen Monitor-Mix für Overdubs einzustellen. Der Mix-Regler wirkt sowohl auf die rückseitigen Analog-Outputs als auch auf den Kopfhörerausgang auf der Gerätefront. Ein zusätzlicher Schalter »Direct Mono« sorgt dafür, dass die Signale der Eingangskanäle nicht links und rechts gepannt werden, sondern in der Stereomitte landen. Das betrifft nur den Monitorweg, nicht die Aufnahme. Ein typischer Anwendungsfall wäre eine (Mono-)Gesangsaufnahme, wo man die eigene Stimme üblicherweise nicht nur auf einer Kopfhörermuschel hören möchte.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 06/2021. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Arturia MiniFuse2
Arturia MiniFuse2

Hersteller: Arturia

Preis: 149,– Euro

Internet:
www.arturia.com
www.tomeso.de

Unsere Meinung:
+++ extrem simple Bedienung
+++ rauscharme Preamps
++ sehr gute Wandler für diese Preisklasse
++ sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis
++ 5 Jahre Herstellergarantie

Produkt: Sound & Recording 06/2020 Digital
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