Die Messwerte

Arturia AudioFuse 8Pre USB-Audio-Interface im Test

(Bild: Dr. Andreas Hau)

Bei Arturia begann alles mit Software-Emulationen klassischer Synthesizer. Irgendwann folgten MIDI-Keyboards zum Spielen derselben und bald darauf sogar »echte« Hardware-Synthesizer. Mittlerweile ist der französische Hersteller quasi Vollausstatter. Die Software-Seite umfasst inzwischen auch Plug-ins zur Klangbearbeitung, und die Hardware-Seite wurde um Audio-Interfaces erweitert. Jüngster Spross der Arturia-Familie ist das achtkanalige USB-Interface AudioFuse 8Pre.

Das AudioFuse 8Pre kommt im 19-Zoll-Format. Da gerade Heimanwender häufig ohne ein Geräte-Rack auskommen, hat der Hersteller sich ein cleveres Konzept ausgedacht: Die beiliegenden orangen Rack-Ohren lassen sich um 90 Grad wahlweise auch gedreht als Gerätefüße montieren. Für den hinteren Teil des Gehäuses werden separate Füßchen mitgeliefert, die auf die Unterseite geschraubt werden. Eine ebenso simple wie praktische Idee! Das Gerät selbst hat ein robustes Metallgehäuse mit schwarzen Oberflächen, das inklusive Buchsen und Potikappen 293 mm tief ist.

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Das AudioFuse 8Pre bietet acht analoge Eingänge, die weitgehend identisch ausgestattet sind. Die Gain-Regler tragen silbern glänzende Kappen; es handelt sich um echte Potis, nicht etwa um digitale Dreh-Encoder. Flankiert werden diese von Aussteuerungsanzeigen mit je acht LED-Segmenten. Alle acht Eingangskanäle verfügen über Taster für Phantomspeisung (48V), Pegeldämpfung (Pad) und Umkehrung der Signalpolarität (Phase). Alle Eingänge sind als Combobuchsen ausgeführt, die ersten beiden befinden sich (auch) auf der Vorderseite – sie sind auf der Rückseite gespiegelt, wo sich auch die restlichen Eingänge 3 bis 8 befinden. Bei Belegung mit einem XLR-Stecker arbeiten die Eingänge im Mikrofonmodus, steckt man einen Klinkenstecker ein, wechselt der Input in den Line-Betrieb. Die beiden ersten Eingänge lassen sich durch Drücken des Instrument-Tasters wahlweise auch als Instrument-Input mit hoher Eingangsimpedanz (1,1 Megaohm) verwenden, um Gitarren und Bässe ohne Brillanzverluste direkt aufnehmen zu können.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 12/2019. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Latenz-Benchmarking

Hersteller werben gerne mit ultrakurzen Latenzen. Als Anwender möchte man aber nicht nur Audiofiles abspielen, sondern mit DAW-Software arbeiten und Plugins einsetzen, die eine gewisse CPU-Last bedingen. Entscheidend ist daher, ab welcher Latenzeinstellung man sorglos mischen und musizieren kann.
Eine praxisgerechte CPU-Last reproduzierbar erzeugen lässt sich fein dosierbar mit dem leistungshungrigen Edel-Softsynth DIVA von U-He. Um gleiche Testbedingungen zu garantieren, verwende ich stets dasselbe Preset »BS Beauty Pad« im besonders CPU-hungrigen »Divine«-Modus. Für jede Latenzeinstellung teste ich nun, wie viele der maximal 16 Voices ohne Audioaussetzer wiedergegeben werden können. Als Testplattform dient die jeweils neuste Cubase-Version, in diesem Fall Cubase Pro 10.0.40.

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ausgezeichnetes Preis/Leistungs-Verhältnis
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extrem rauscharme Mikrofon-Preamps
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attraktives Plug-in-Bundle im Lieferumfang
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hochwertige Wandler − Combobuchsen auf der Rückseite erschweren bei Rack-Einbau einen Mic/Line-Wechsel

Hersteller: Arturia

Preis 699,– Euro

www.arturia.com

In der üblichen Abtastrate von 44,1 kHz arbeiten die Wandler des AudioFuse 8Pre bis zur Grenzfrequenz linear.
Bei Verwendung der maximalen Abtastrate von 96 kHz agiert das Ausgangsfilter etwas weicher. Der Übertragungsbereich reicht bis über 40 kHz.
Die Gesamtverzerrungen von AD- und DA-Wandlung betragen 0,00128 %; Im Klirrspektrum dominieren die tendenziell wohlklingenden unteren Harmonischen K2 und K3.

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