Die Messdaten

Antelope Audio Orion 32+ Gen 3 Audio-Interface im Test

Der Hersteller Antelope Audio ist für die vielseitige Konnektivität seiner Produkte bekannt. Mit dem Orion 32+ Gen 3 kommt von ihm jetzt ein Konnektivitäts-Monster in 1 HE. Auf den ersten Blick würden wir das Gerät als Allzweckwaffe bezeichnen, da es trotz der geringen Höhe nahezu alle wünschenswerten Ein- und Ausgänge in allen erdenklichen Formaten und Protokollen besitzt und viele Features integriert sind, die das Arbeiten im Studio einfacher machen. Wir schauen uns an, wie hell der neue Stern im Sternbild Orion wirklich leuchtet.

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Auf der Rückseite drängen sich die Anschlüsse dicht an dicht. Links die digitalen Ein- und Ausgänge in Form zweier ADAT-Lichtleiter-Anschlusspaare, MADI, und S/P-DIF; außerdem ein analoger Monitor Out mit 129 dB Dynamik, dazu WordClock-In und 10M-In für externe Clocks sowie zwei WordClock-Outs. Als Computerschnittstellen stehen USB 2.0 und Thunderbolt zur Verfügung. Rechts je 32 analoge Ein- und Ausgänge in Form von acht DB25-Steckverbindern.

Ausgepackt

Auch in der dritten Generation kommt das Antelope Orion 32+ als Rackgerät mit nur einer Höheneinheit. Die 6 mm dicke Aluminiumfrontplatte ist grau eloxiert und ein klein wenig dunkler als Apples „Space Gray“. In der Mitte ist ein Display eingelassen, das in großen Ziffern die Abtastrate anzeigt; daneben werden, recht winzig, die Pegel der 32 Ausgangskanäle visualisiert. Links des Displays befinden sich der Standby-Schalter und drei Status-LEDs mit recht kryptischen Bezeichnungen: Oven, Lock und 10M. Diese stehen für die verwendete Clock: Oven ist die interne Clock (der Name beschreibt, dass der taktgebende Kristall auf eine konstante Temperatur geheizt wird), Lock leuchtet bei Taktung über einen digitalen Input. 10M leuchtet, wenn das Gerät zu Antelopes (separat erhältlicher) 10M/10MX Atomic Master Clock synchronisiert ist. Die Abtastfrequenz lässt sich über die beiden Frequency-Buttons direkt am Gerät einstellen; gleichzeitig dienen diese zur Navigation durch die Menüs, die über den Antelope-Button rechts des Displays aufgerufen werden. Fünf Geräte-Presets lassen sich abspeichern und über die entsprechenden Preset-Buttons aufrufen.

Bei 44,1 kHz verläuft der Frequenzgang schnurgerade bis zur Grenzfrequenz.
Bei Verwendung einer Abtastrate von 96 kHz arbeitet das Ausgangsfilter etwas weicher.
In der höchsten Abtastrate von 192 kHz zeigt der Frequenzgang eine Senke von 0,7 dB bei 20 kHz. Noch vor Erreichen der Grenzfrequenz fällt der Frequenzgang bei 50 kHz steil ab.
Das Klirrspektrum zeigt keinerlei Netzeinstreuungen. Die harmonischen Verzerrungen erreichen einen Gesamtwert von 0,00062 %.
Die Zuordnung der Hardware- und Software-Kanäle wird in der Routing-Matrix per Drag&Drop vorgenommen.
Das Mixer Panel bietet einen internen Halleffekt.

Während die Front sehr aufgeräumt wirkt, geht es auf der Rückseite recht gedrängt zu. Je 32 symmetrische analoge Ein- und Ausgänge sind über DB25-Buchsen verfügbar; die Pin-Belegung entspricht dem üblichen Tascam-Standard. Ein zusätzliches Paar symmetrischer Klinkenbuchsen dient als Monitor-Out, der sich beliebigen Ausgangskanälen zuweisen lässt. Digitale Audioanschlüsse sind ebenfalls reichlich vorhanden: zwei ADAT-Anschlusspaare für maximal 16 Ein- und Ausgangskanäle, MADI (maximal je 64 Ein- und Ausgangskanäle) sowie koaxiale S/PDIF-Buchsen (stereo). Zur externen Synchronisation bietet das Orion 32+ Gen 3 einen BNC-Anschluss für normale WordClock und eine zweite BNC-Buchse für die angesprochene Antelope Atomic Clock. Zum Weiterreichen der Clock stehen zwei WordClock-Outputs zur Verfügung.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 6/2019. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF downloaden. 

Hersteller: Antelope Audio
Straßenpreis 2.595.– Euro

www.antelopeaudio.com

+++
sehr viele Audioanschlüsse auf kleinstem Raum

++
sehr gute Audiowerte

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