Rreiswerter RF-X-Mikrofonschirm

Angetestet: sE Reflexion Filter X

FOTO: Dr. Andreas Hau

Der Reflexion Filter X ist deutlich einfacher aufgebaut als der »große« sE Reflexion Filter, der vor rund 10 Jahren auf den Markt kam und seitdem von unzähligen Firmen nachgeahmt wurde. Während der originale, deutlich teurere Reflexion Filter aus einem komplexen Materialmix aufgebaut ist, besteht der preiswerte RF-X-Mikrofonschirm aus einem halbkreisförmigen Kunststoffschirm mit schlitzförmigen Durchlässen, die mit einem Filzstoff hinterfüttert sind. Zur Schallabsorption ist auf der Innenseite ein 3 cm dicker Schaumstoff mit Wellenprofil angebracht. Positiv zu bewerten ist, dass die Konstruktion viel leichter ist als die des »großen« Reflexion Filters, was die Montage vereinfacht. Dennoch sollte man einen standfesten Mikrofonständer verwenden.

Generell sollte man sich von einem Mikrofonschirm nicht zu viel versprechen. Ein kompakter Schirm kann weder die Lüftergeräusche vom Computer noch Bassresonanzen des Raums eliminieren. In einem normalen, trocken klingenden Wohnraum mit Polstermöbeln bzw. einem Homestudio mit etwas akustischer Optimierung wird man mit einem Mikrofonschirm kaum eine substanzielle Klangverbesserung erzielen. Das gilt auch für den RF-X. Positiv bleibt festzuhalten, dass der im Studio Bundle enthaltene RF-X den Klang nicht nennenswert beeinträchtigt — was man durchaus nicht von allen Mikrofonschirmen sagen kann, da je nach Konstruktion Klanganteile nicht nur absorbiert, sondern auch zum Mikrofon zurückgeworfen werden und somit Kammfilter-Effekte verursachen, die den Klang verfärben. Empfehlenswert kann ein Mikrofonschirm wie der RF-X für Sänger und Sängerinnen sein, die etwas Privatsphäre benötigen. Gerade bei soften Balladen kann ein solcher »Sichtschutz« die Gesangs-Performance verbessern.

 

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