Von einem echten Martin

Sound&Recording – The Beatles Remix

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Wenn ich an die Beatles denke, habe ich eine Band im Kopf, die gefühlt jahrzehntelang im Geschäft war. Tatsächlich waren sie aber »nur« für ein Jahrzehnt, und zwar von 1960 bis 1970, aktiv. Umso bemerkenswerter, wie schnell sie in dieser Zeit die Musikbranche und die Musikwelt nachhaltig veränderten. Sie produzierten Platten am laufenden Band, spielten Shows, und machten Songs mit komplexen Strukturen und Arrangements tanzbar.

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Weil uns mittlerweile mehr Möglichkeiten als damals zur Verfügung stehen, um aus den Spuren ein noch besseres Ergebnis zu erzielen, wird die Musik der Beatles neu gemastert oder geremixt. So erschien 2017 auch ihr legendäres Album Sgt. Peppers Lonley Hearts Club Band als Neumischung. »Muss das sein?«, wird sich der eine oder andere berechtigterweise fragen, denn was die Beatles neben ihrem außergewöhnlichen musikalischen Talent einzigartig machte, war der Sound ihrer Platten, für den hauptsächlich der 2016 verstorbene Produzent George Martin verantwortlich war. Also warum diesen Sound verändern, der die Beatles prägte und immer noch für die Band steht?

Dieses Projekt wollte jemand angehen, der mit Martin-Ohren ausgestattet ist, nämlich Giles Martin, der Sohn von George Martin, der mit den Beatles aufgewachsen ist und zum Schluss »die Ohren« seines fast tauben Vaters in dessen Mixing-Sessions war. In unserem Mixpraxis-Special ab Seite 18 erzählen er und sein Mixing-Partner Sam Okell, wie das Überspielen der originalen Bänder in die DAW sowie der Mixing- und Mastering-Prozess ablief, und sie versichern, dass sie versucht haben, klangliche Entscheidungen so zu treffen, wie die Beatles es getan hätten − den Segen für ihre Arbeit haben sie von den verbliebenen Bandmitgliedern Paul und Ringo bzw. den Angehörigen von John und George dann auch bekommen. Und wo fand das Mixing statt? Natürlich in den Abbey Road Studios!

Hier findest du die Sound&Recording Ausgabe 03/2018 in unserem Online-Shop.

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