Der neue Pfeil im Köcher

Universal Audio Arrow Audio-Interface mit Thunderbolt-3-Schnittstelle

Cheftester Dr. Andreas Hau hat das neue “mini” Audio-Interface namens Arrow schon mal ausgepackt und eingeschaltet. Ob der Hersteller Universal Audio damit auch ins Schwarze trifft, erfahrt ihr in der Sound&Recording-März-Ausgabe. Hier schon mal des Testers erster Eindruck:

Universal-Audio-Arrow-Aufmacher-Hau
(Bild: Dr. Andreas Hau)

Ohne große Vorankündigung hat Universal Audio im Vorfeld der NAMM sein neues Audio-Interface Arrow vorgestellt. Mit einem Ladenpreis knapp unter 500 Euro ist das Arrow etwas preisgünstiger als die weiterhin erhältlichen Apollo-Interfaces; zudem ist es das erste Audio-Interface mit Thunderbolt-3-Schnittstelle! Wir konnten uns bereits einen ersten Eindruck verschaffen.

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Ausgepackt

Wie die Apollo-Interfaces ist auch das Arrow mit DSP-Power für UAD-2 Plug-ins ausgestattet, wobei das Arrow derzeit ausschließlich in der Solo-Konfiguration mit einem SHARC-DSP angeboten wird. Das Pultgehäuse aus Leichtmetall-Druckguss ist etwas einfacher gestaltet als das des Apollo Twin. Aufgrund des Querformats sind die acht Buttons und der große Endlos-Drehregler mit LED-Kranz anders angeordnet, funktional entsprechen sie aber dem Schwestermodell.

Die metallic-graue Oberfläche passt perfekt zum „Space Gray“ von Apples neuen MacBook Pro Modellen. Das ist kein Zufall, denn mit seiner Thunderbolt-3-Schnittstelle ist das Arrow das erste Audio-Interface, das an einem aktuellen MacBook Pro (ab Ende 2016) ohne Adapter betrieben werden kann. Und ohne Netzteil! Thunderbolt 3 kann nämlich per Bus Power eine Menge Energie liefern – viel mehr als beispielsweise USB 2.0. Das macht es erstmals möglich, ein Audio-Interface samt internem Hochleistungs-DSP ohne eigene Stromversorgung zu betreiben. Das Arrow hat auch gar keinen Netzteilanschluss, sondern läuft ausschließlich mit Bus Power. Windows-10-Treiber gibt es ebenfalls, aber auch hier ist ein Thunderbolt-3-Port zwingend erforderlich. An älteren Macs/PCs mit Thunderbolt 1 oder 2 kann das Arrow nicht betrieben werden.

Die Ausstattung an Audioanschlüssen beschränkt sich auf das Nötigste: Auf der Rückseite befinden sich zwei Mic/Line-Eingänge und ein Stereoausgang (2x Klinke, symmetrisch). Frontseitig gibt’s zusätzlich einen Instrumenteneingang für Gitarre/Bass, der mit dem ersten Eingang verknüpft ist, und einen Kopfhörerausgang, der das Ausgangssignal des Stereo Outs spiegelt. An der Audioqualität wurde indes nicht gespart. In unseren ersten Tests klingt das Arrow ebenso transparent und rauscharm wie die teureren Schwestermodelle. Das Manual verspricht einen Dynamikumfang von satten 118 dB. Das werden wir ebenso wie die Niedriglatenzperformance natürlich genau überprüfen. Mehr dazu in der S&R-Märzausgabe!

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