Ableton Live: Tipps für einen besseren Workflow

Für Ableton Live gibt es verschiedene Methoden, um einer statischen MIDI-Phrase zu mehr Abwechslung und Realistik zu verhelfen. Dieses Tutorial zeigt nur drei Varianten für Echtzeit- und Offline-Bearbeitung.

Realistischere MIDI-Kompositionen

Der wohl simpelste Trick ist es, einfach das Ableton-Plugin “Velocity” vor den Klangerzeuger zu ziehen. Dieses Device besitzt einen Regler namens “Random”. Wird der Parameter erhöht, variiert Live die Anschlagstärke jeder MIDI-Note nach dem Zufallsprinzip − meistens genügen schon wenige Prozent.

Random_Velocity

Let’s Groove!
Eine andere Variante versteckt sich direkt in der Clip-Ansicht. Klickt man dort auf den Hot-Swap-Button, betitelt mit “Groove”, kann man im Browser aus diversen Quantisierungsmustern wählen. Alle verwendeten Grooves werden im “Groove Pool” gesammelt, dessen Fenster man über das kleine Wellensymbol links unter dem Browser ausklappen kann.

Diese Art der Quantisierung stellt zahlreiche Parameter bereit und es lohnt sich, bei laufender Wiedergabe mit den diversen Schiebereglern zu experimentieren. Der Groove wird den MIDI-Informationen vorerst nicht-destruktiv übergestülpt. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, kann man in der Clip-Ansicht mithilfe der Schaltfläche “Commit” die neu berechneten Velocity- und Timing-Werte festsetzen.

Groove

Time-Korrektur? Kein Problem!
Gehen wir zum Abschluss noch von einem per Hand eingespielten MIDI-Part aus, der etwas Zeitkorrektur benötigt. Selektiere alle Noten im MIDI-Clip mit dem Shortcut [Strg]+[A], und öffne nach einem Rechtsklick die “Quantisierungs-Einstellungen”. Setze den Parameter “Intensität” auf einen relativ niedrigen Wert, etwa “15%”. Statt mit dem Vorschlaghammer alles platt zu machen, lässt sich die Quantisierung nun Schritt für Schritt anwenden und die Annäherung an das Raster zwischendurch beurteilen. Den Shortcut [CMD]+[U] kann man so oft wiederholen, bis alles richtig sitzt.

Intensitaet

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