DAW-Tutorial

Ableton Live: CPU-Ressourcen einsparen

Obwohl Audiorechner stetig mehr Leistung mit sich bringen, hat man bei vielen Ableton Live-Projekten mit den CPU-Ressourcen zu kämpfen. Hier fünf Schritte, wie du Ableton Live wieder stabiler und schneller machen kannst:

1. Während einer Live-Session bestehen meist keine Gründe, dass Dropbox, Skype oder andere Programme im Hintergrund ihren Dienst verrichten, also weg damit! Auf dem Mac lassen sich mit dem Shortcut [CMD]+[Alt]+[ESC] alle aktiven Programme einsehen und einzeln beenden.

2. Ein Fehler, den besonders Einsteiger gerne begehen, ist der exzessive Gebrauch von Effekt-Plugins direkt auf den Einzelspuren. Gerade Reverbs und Delays machen jedoch auf den Return-Spuren eine bessere Figur. Über die Send-Regler lassen sich diese Effekte dann gezielt beimischen. Oft genügen schon ein paar wenige Instanzen − das freut nicht nur den Prozessor, sondern erhöht zudem die Übersichtlichkeit.

3. Wie jeder Software-Sequenzer kann auch Ableton Live auf die Puffergrößen des Audio-Treibers zugreifen − im Tab “Voreinstellungen/ Audio”. Als Faustregel gilt: Während des Recordings sollte der Puffer eher niedrigere Werte zwischen 64 und 128 Samples aufweisen, um die Latenz möglichst gering zu halten. Beim Mixdown hingegen darf man ruhig mit dem Maximalwert, etwa 1.024 oder 2.048 Samples, arbeiten, da systembedingte Verzögerungen hier weniger ins Gewicht fallen.

256_Samples

4. Lange Effektketten oder komplexe Instrument-Racks treiben die CPU-Anzeige schnell in die Höhe, denn Ableton Live muss alle Prozesse in Echtzeit berechnen. Um Ressourcen freizuschaufeln, hilft der Befehl “Spur einfrieren”, der nach einem Rechtsklick auf die jeweilige Spur aufgelistet wird. Leistungshungrige Klangerzeuger und deren Effekte werden somit in eine dedizierte Audiodatei umgerechnet. Ein weiterer nützlicher Nebeneffekt in Ableton Live ist, dass man eingefrorene MIDI-Clips per Drag&Drop auf Audiospuren ablegen und dort weiter editieren kann.

5. Inzwischen sind nahezu alle CPUs mit mehreren Kernen ausgerüstet. Damit Live die Last auch effizient auf diese Kerne verteilt, sollte man sicherstellen, dass unter “Voreinstellungen/CPU” die Option “Multicore/Multi-CPU-Unterstützung” aktiv ist.

Multicore
Ein Kommentar zu “Ableton Live: CPU-Ressourcen einsparen”
  1. Borris Norris

    Ich nutze Ableton nun schon ein Weilchen, bislang auch mit den ein oder anderen Aufhängern des Programmes und durch euern Beitrag haben sich meine Problemchen nahezu gegen den Wert Null Dezimiert.. ! Vielen Dank an dieser Stelle.. Bis bald..

    Antworten
Hinterlassen Sie einen Kommentar

Das könnte Dich auch interessieren: