Mixing

Mixing von Musik, damit können mindestens drei verschiedene Techniken und Bereiche gemeint sein: Mixing im Tonstudio bzw. Homestudio, Live-Mixing für die Bühne oder DJ-Mixing. In Sound&Recording geht es meistens um den ersten dieser drei Mixing-Begriffe. Im Studio ist das Mixing ein sehr wesentlicher Teilprozess der Musikproduktion. Mixing bedeutet hier im Wesentlichen, dass die verschiedenen Spuren und damit die verschiedenen Instrumente und Sounds eines Musikstücks so einander angepasst – eben gemischt – werden, dass sie sich schön aneinander schmiegen. Aufeinander abgestimmt werden können beim Mixing die Lautstärke, das Equalizing, das Stereo-Panning, Effekte wie Raum und Hall und allerlei weitere Parameter der einzelnen Spuren.

Ähnlich wie beim Fußball die Mannschaft die Hauptrolle spielt, ist beim Mixing der Zusammenklang entscheidend, mehr als der Klang eines einzelnen Instruments. Und dennoch kann man einem Gitarrensolo, einem Percussion-Break oder einem besonderen Sound im Mix eine Libero-Rolle geben.

Traditionellerweise nimmt man das Mixing logischerweise nach dem Recording vor, aber vor dem Mastering – wobei diese Schritte im Rahmen moderner Produktionsmethoden an der DAW und je nach Art der Musik mehr oder weniger ineinandergreifen können.

Je nach Mixing-Ansatz kann es beim Mixing darum gehen, die aufgenommene Musik möglichst „naturgetreu“ zusammenzubauen. Oder auch, ganz im Gegenteil: die Musik so zu formen, dass die Instrumente Sounds hergeben, von deren Existenz sie bisher gar nichts gewusst hatten. Musik mixen kann nämlich auch heißen: Musik bearbeiten. Beim Mixing kann Sounddesign sehr bewusst betrieben werden.

Was braucht man, wenn man selber Musik mixen will? Nun, wenn man nicht gerade Hardware-Mischpult und -Effektgeräte zur Verfügung hat, findet man auch in der DAW sehr brauchbare Mixer und Plugins. Essenziell ist allerdings, dass man das Mixing-Ergebnis jederzeit klar und realistisch hört. Daher sind Studiomonitore und ein Studio-Kopfhörer unverzichtbare Hardware für gutes Mixing. Denn im Gegensatz zu HiFi-Equipment sollen diese das Signal nicht „beschönigt“ wiedergeben.

Außerdem empfiehlt es sich, Zwischenergebnisse im Mixing-Prozess immer mal wieder auf anderen Geräten (Radiorecorder) abzuhören, um zu hören, wo der Mix noch Feinschliff gebrauchen kann. Damit auch wirklich zutrifft, was Indeep schon 1982 wussten: „There’s not a problem I can’t fix, cause I can do it in the mix“.

Ach ja: Dass wir Euch in Sound&Recording eine regelmäßige Mixing-Serie anbieten, ist ja Ehrensache. Sie heißt Mixpraxis, und wir lassen dort in jeder Ausgabe profilierte Toningenieure, Producer und überhaupt Mixing-Profis ausführlich zu Wort kommen.

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