Mikrofon

Der Schall ensteht vor dem Mikrofon und das Mikrofon ist der Wandler, der die Schallwellen in eine Spannung wandelt. Die Zahl der verfügbaren Mikrofonen auf dem Markt ist unzählig. Es gibt jedoch Mikrofone, die sich über mehrere Jahrzehnte als Klassiker etabliert haben. Jedes Mikrofon hat auf Grund seiner Technik und seinem Klang ganz eigene Anwendungsgebiete. Den ein Mikrofon ist nicht gleich Mikrofon. Hier stellen wir euch verschiedene Mikrofonarten vor und zeigen euch praxisorientierte Tutorials zum Thema Mikrofonierung.

Dynamisches Mikrofon oder Kondensator-Mikrofon?

Aufgrund ihrer Robustheit bezüglich Signalen mit hohen Schalldruckpegeln mag man für Live-Anwendungen spontan zu den  dynamischen Mikrofonen tendieren, aber hier kommt es auf die richtige Wahl des Mikrofon-Typs an. Auf der Bühne muss man keineswegs auf die detaillierteren Aufzeichnungseigenschaften von Kondensator-Mikrofonen verzichten, denn hier gibt es einige sehr flexible Exemplare.

Kondensatormikrofone zeichnen sich durch eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit auf kurze, impulsartige Klänge sowie durch eine sehr klare Übertragung auch in den Höhen aus. Zwar sind sie im gesamten hörbaren Frequenzspektrum wesentlich ausgeglichener als ihre dynamischen Pendants, reagieren jedoch auch empfindlicher, was leichter zu Verzerrungen der wiedergegebenen Signale führen kann.
Damit ist klar, dass sich für die Abnahme eines Schlagzeugset beide Mikro-Typen anbieten: Für Bass-Drum, Snare und Toms werden meistens dynamische Mikrofone verwendet. Bei den Becken ist das auf Grund ihrer höchst unterschiedlichen, beinahe den gesamten Hörbereich abdeckenden Frequenzen, unbedingt erforderlich. Und auch die hochfrequentigen Hi-Hats kommen mittels der Kondensator-Technik am besten zur Geltung.

Kondensator-Mikrofone bieten sich auch für Akustik-Gitarren und -Bässe an. Auf Grund hoherRückkopplungsgefahr wird hier aber meistens zusätzlich mit elektrischen Tonabnehmerngearbeitet. Bei E-Gitarren und -Bässen wiederum sind dynamische Mikrofone zu empfehlen. Dabei sollte man sich im Interesse des Gesamtmixes vor Augen und Ohren führen, dass die Klein-P.A. parallel zu den Gitarren- und Bass-Verstärkern eingesetzt wird, die an sich schon für ordentliche Lautstärken auf der Bühne sorgen; Keyboards, Bläser und Gesang sind dagegen meistens auf die Verstärkung angewiesen.

Bei den Bläsern und vor allem beim Gesang ist es schwierig, generelle Empfehlungen für oder gegen dynamische und Kondensatormikrofone auszusprechen. Lediglich bei der Trompete ist bei Verwendung von Kondensator-Mikros auf Grund sehr hoher Schalldrücke ein gewisser Abstand vom Instrument zu beachten.
Und Sänger sollten die ins Auge gefassten Mikros vor dem Kauf ruhig einmal ausgiebigst im Proberaum testen, um ein Gespür für deren ganz unterschiedliche Sounds und Ansprechverhalten zu bekommen.

Bei der Mikrofonauswahl steht man immer wieder vor den gleichen Fragen: Welche Mikrofone verwende ich für die Drums? Welche Mikrofone nutze ich vor den Gitarren? Welche Mikrofone setze ich an den Vocals ein? Alle Mikrofone haben ihren eigenen Klang, der dem gesamten Musikstück eine gewisse Charakteristik mit auf drückt. In unserem großen “Vergleich der Mikrofone”, bestimmen wir nicht das beste Mikrofon, sondern geben euch anhand von Audiofiles einen direkten Eindruck des Klanges von jedem Mikrofon. Alle Mikrofone, egal welche Preisklasse, können bei einem zielgerichteten Einsatz, das bewirken, was man möchte. Es muss nicht unbedingt immer ein Mikrofon-Klassiker sein.

mehr